Veragser undicht? Und welcher Typ?

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Nondika55
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Veragser undicht? Und welcher Typ?

Beitrag von Nondika55 »

Hallo zusammen!

Mit meinem 2500 hatte ich bisher leider nicht sehr viel Spaß. Nach der Überführung begann der Motor plötzlich ab 2.000 U/min kein Gas mehr anzunehmen (Leistungsabfall) und im Leerlauf ging der Motor sofort aus. Eine erste Fehlersuche ergab, dass der vordere Vergaser massiv zurückblies. Ein Aufenthalt in einer Werkstatt in der Nähr brachte leider auch wenig weitere Infos. Die Werkstatt stellte beide Vergaser neu ein, so dass wenigstens ein stabiler Leerlauf bei 1.000 U/min besteht, der Motor tut sich dennoch schwer beim Gasgeben, besonders in Steigungen, und läuft unrund. Die Werkstatt meinte, dass am Vergaser wohl mal relativ amateurhaft geschraubt wurde und schätzt, dass der vordere Vergaser irgendwo Luft zieht. Weiteres konnte der Mechaniker allerdings auch nicht sagen.

Ich habe mir heute Morgen nochmals beide Vergaser angesehen und dabei festgestellt, dass die vordere Ansaugbrücke enorm verdreckt ist, im Vergleich zur hinteren Brücke (siehe Fotos). Kann dies effektiv ein Hinweis auf eine undichte Stelle am vorderen Vergaser sein?

Im September habe ich einen Termin bei einem Oldtimer-Spezialisten in Luxemburg-Stadt. Bis dahin werde ich den 2500 wohl kaum bewegen können. :cry:

Dazu eine weitere Frage: wie stelle ich die genaue Typenbezeichnung des Vergasers fest, um einen Reparatursatz zu kaufen? Es scheint eine ganze Menge verschiedene INAT 35/40 zu geben, die auf die verschiedensten Motoren gebaut worden sind.

Beste Güße,

Sven
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tom_ftl
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Re: Veragser undicht? Und welcher Typ?

Beitrag von tom_ftl »

Tach ...

Nur soviel: Ein 2500er mit den Umgemischvergasern (ab ~74) hat schon mal 32/40er, keine 35/40 - letztere gab es am 2500 nur bis 73.
Am Vergaser sollte ein Blechfähnchen dran sein mit der genauen Nummer der Ausführung.

für einen Schaltgetriebe 2500 zw. 9.73 und 8.75 sollte das die 1 259 614.1 sein.

Der Dreck an der vorderen Brücke scheint mir von einem schwitzenden Benzinpumpenflansch herzukommen, also mit den Vergasern nur peripher zu tun zu haben.
Mit Umgemischvergasern zur Werke um die Ecke zu gehen, ist unklug.
Garantiert hat der Experte, der erstmal andere unkundiger Tätigkeit beschuldigt, an den Drosselklappenanschlagschrauben statt an der Umluftschraube unten im Drosselklappenteil gedreht, womit das nun ein Fall für echte Spezialisten ist.
Nebenluft zieht der INAT gern durch die gerissene Membran des Pulldowns der Starterklappe.
Die Benzinpumpe scheint mir auch nicht die richtige für Vergaser ohne Rücklauf - allerdings für dein Problem nicht ursächlich ...

G/T
Siggi
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Registriert: So 3. Jul 2016, 22:38

Re: Veragser undicht? Und welcher Typ?

Beitrag von Siggi »

Hallo Tom

Deinen Satz, wo du schreibst die Benzinpumpe wäre nicht die richtige für Vergaser ohne Rücklauf, verstehe ich nicht. Die Pumpe habe ich auch verbaut und der Vergaser hat ja nie eine Rücklaufleitung?!?

Danke für die Aufklärung was du da meinst.

Gruß Siggi
tom_ftl
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Re: Veragser undicht? Und welcher Typ?

Beitrag von tom_ftl »

Moin,

Aus der Erinnerung: Es gibt Pumpen, die bei 0.3 bar Gegendruck vom Vergaser (Schwimmerventil zu) aufhören zu fördern.
Das sollen die mit dem geschraubten Deckel sein. Die mit dem verpressten Oberteil sollen ggf. weiter fördern und u.U. die Schwimmer überdrücken.
Deshalb sollen die nur mit Rücklaufventil verwendet werden. Die Quelle dafür habe ich leider nicht zur Hand. Vielleicht ist es auch gar nicht so schlimm oder gar nicht mehr das Problem bei neueren Ersatzteilen ...

Aber eins ist sicher: Es gibt INATs mit Rücklaufventil (102) am Einlassstutzen, am E3/12, wohl nicht mehr am E9, da das die Vergaser mit TN-Starter sind.

G/T
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Nondika55
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Re: Veragser undicht? Und welcher Typ?

Beitrag von Nondika55 »

Danke für eure Antworten!

Tja, Experten für Vergaser scheinen eine Rarität zu sein - der Besitzer von der Werkstatt "um die Ecke" meinte, dass er die Grundeinstellung wohl vornehmen könnte, verwies mich im Endeffekt aber an einen Kollegen bei Köln, der mir wohl weiterhelfen könnte. Die Werkstatt bei der ich im September einen Termin habe ist ziemlich bekannt für Oldtimer-Restaurierung und -Reparatur, ansonsten werde ich doch noch nach Köln fahren müssen.

Die Info mit dem 32/40 ist schon mal Gold wert. Denn da im Buch von Pietsch der 35/40 beschrieben wird, bin ich leider von dem Typ ausgegangen.
tom_ftl hat geschrieben: Mo 13. Jul 2026, 00:34
Am Vergaser sollte ein Blechfähnchen dran sein mit der genauen Nummer der Ausführung.

G/T
Kannst du mir sagen wo genau? Ich habe leider nix am Vergaser selber gefunden. Dann werde ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Reparatursatz machen.

Zur Benzinpumpe: eine offensichtliche Stelle wo Benzin austreten würde habe ich nicht gefunden. Alle Schläuche und Anschlüsse sind dicht. Dass die Pumpe allerdings nicht das Original ist, hatte ich auch im Verdacht, also danke für die Bestätigung!

LG,

Sven
tom_ftl
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Re: Veragser undicht? Und welcher Typ?

Beitrag von tom_ftl »

Hallo Sven,

die Benzinpumpe schwitzt Öl, kein Benzin, am Thermoflansch zum Zylinderkopf.

Das Blechfähnchen ist normal ganz oben am Vergaser mit verschraubt. Es ist leider nicht sehr stabil und bricht leicht ab.

Die Grundeinstellung am INAT ist nicht mal so eben schnell gemacht, und ein Teil davon ist ruiniert, wenn man an den Anschlagschrauben gedreht hat.
Diese Einstellung ist ab Werk fix und auf einer Fließbank gemacht. Die Einstellung des Leerlaufs geschieht dann nur noch über Gemisch und Luftschraube am Drosselklappenteil. Es ist aber eigentlich genügend Literatur verfügbar, leider haben manche (auch originale !) Anleitungen auch Fehler, die dann leider immer wieder abgeschrieben werden - insbesondere bei der Einstellung der Drosselklappen-Sperrkulisse ...
Jedenfalls gibt es für den Fall, dass die Anschlagschrauben verstellt wurden, auch eine Recovery-Prozedur: Luftfilter runter, Gasgestänge ausgehängt, Spätverstellung Zündung abgezogen (wenn vorhanden), beide Luftschrauben komplett zu (auf Anschlag), Leerlauf auf 900/min und 3% CO, beide Vergaser synchron (gleicher Luftdurchsatz). Spätverstellung wieder dran, CO auf 2% und 900/min einstellen (und synchron natürlich) - nur mit Gemisch und Luftschraube(n). Die Drosselklappenschrauben am besten abdecken, die sind sehr verlockend und leicht zugänglich.

G/T
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